Die erste Singles meines neuen Albums „Von Angst & Wut, Hoffnung & Tat“ ist seit letztem Freitag draußen! Ich weiß, mit dem Blogeintrag bin ich etwas spät dran, zwischen Promozeug basteln, Releasegig organisieren & anderen wichtigen Dingen – wie Demo gegen das rechte Gladiator Gym & Demo zum feministischen Kampftag in Halle war vergangenes Wochenende jede Menge los. Und so viele Leute lesen nun auch nicht täglich meine Homepage 😉
Explosionen hab ich zum Teil deswegen als erste Single gewählt, weil der Song in Kurzform die vier Kernthemen des Albumtitels abhandelt: die Lyrics pendeln zwischen den Polen „Zuversicht / Trotz vs. Resignation“, „Doubling Down vs. Rückzug“, „Bleiben oder Gehen“ und ist eher introvertierte Reflektion als eine einfache Antwort. Die folgenden 11 Songs auf „Von Angst & Wut, Hoffnung & Tat“, das am 1. Mai 2026 erscheint, beleuchten noch mehr Facetten des Versuchs eines widerständigen Lebens im Jahr 2026.
Zum anderen Teil hat mein guter Freund Gustav mir dazu geraten, weil der Song musikalisch relativ viele meiner Trademarks in seine viereinhalb Minuten packt – vom recht poppigen Anfang rollercoastert der Track von klaren, stampfenden Beats zu Chaotischen, von Singen zu Flüstern zu Fauchen, von Arpeggiator-Lead zu Acidbass zu E-Gitarre. Und Gustav hat meiner Meinung nach ein gutes Gespür für erste Singles, wie er mit der Wahl von Distant Marching unseres gemeinsamen Projekts Corrupted Noise bewiesen hat. Da kommt übrigens auch bald die Debut-EP raus 🙂
Explosionen hab ich erstmal auf Bandcamp, Mirlo & Soundcloud released – sprich, den Musikplattformen, bei denen mensch selbst Uploaden kann, und die mir auch sympathisch sind. Die übrigen Streaming-Dienste lassen sich ja nur via Distributoren bespielen, und ich habe um ehrlich zu sein Routenote einfach zu wenig Zeit zum Reviewen gelassen. Irgendwie würde ich die ganze Streamingscheiße am Liebsten ignorieren, allen voran das fuckin ICE-Werbung schaltende, KI-Slop hypende Spotify mit Kriegsprofiteur Daniel Eck an der Spitze. Tidal soll ja nice sein, aber ich stehe Abo-Modellen ablehnend gegenüber. Ich spende gern mal was für ein gutes Album auf Bandcamp oder Mirlo, wo ich weiß, welcher Teil an die Künstler*innen geht und was die Plattform bekommt. Aber natürlich hechel ich immer noch der Vorstellung hinterher, von möglichst vielen Leuten gehört zu werden, weshalb ich Sorge hab, die potenziell vorhandenen Leute nicht zu bedienen, die nur Spotify nutzen – auch wenn das in echt dann maybe drei Leute sind. I don’t know, Spotify hat ziemlich beschissene Statistiken wenn man unter 1000 monthly Listeners – also nicht existent – ist. I’m just a sucker with no self-esteem…oder so ähnlich. Wie dem auch sei, noch hab ich mich nicht zu einem Spotify-„Boykott“ durchgerungen (not that spotify would miss me much, and vice versa). Mal sehen, wie das bei Album #10 aussieht, oder was auch immer die Zukunft bereit hält.
Erstmal hält die Zukunft jedenfalls Explosionen, dann eine zweite Single, und schließlich „Von Angst & Wut, Hoffnung & Tat“ bereit: Ich freu mich schon drauf, das fertige Album mit euch teilen zu können – ich bin sehr happy mit den Tracks und hoffe, ein paar von euch wird es ähnlich gehen.
Hier noch noch Mirlo & Soundcloud eingebettet – insbesondere Mirlo lohnt sich, mal auszuchecken!
