Ich find’s schön wenn Leute Merch machen, ich check auch warum relativ unbekannte Artists viel Aufwand & Liebe in Merch stecken. Ich wollte als mega unbekannte Künstler*in trotzdem nicht gleich mit xhundert professionell bedruckten Shirts auf Konzerten auftauchen, auf denen ich dann vor 20 Leuten spiele. Zum Einen kosten solche Shirts eine Menge (especially wenn sie möglichst wenig umwelt- und menschenschädlich produziert sein sollen) – zum Anderen will ich dass sich Leute erstmal für meine Musik interessieren. Wenn es dann Nachfrage gibt, kann mensch ja an’s Merchmachen denken. Ist meine Devise, no offense if anyone sees this differently.
Nun hat dieser Prozess bei mir allerdings 5 Jahre gedauert. Bisher hatte ich manchmal eine Hand voll Patches dabei, die wundervoll waren, die allerdings ein geliebter Mensch angefertigt hatte und nicht ich selbst. Bei meinem Releasegig gab’s mal Buttons – die hatte ich wenigstens selbst gemacht, aber auch davon gab’s vielleicht 16 Stück, die alle schon weg sind. Vielleicht mach ich bald ein paar Neue 😀 Nach Shirts wurde ich eigentlich hin & wieder mal gefragt, hab’s aber nie in die Hand genommen – Siebdruck-Siebe zu machen ist nicht so trivial, bedrucken lassen für mich keine Option (diy & so :D) und Shirts muss mensch auch erstmal woher kriegen…naja, ich fürchte, ich stecke allgemein zu Wenig Aufwand in die Präsentation und das Drumherum.
Wie dem auch sei: kürzlich hab ich meine alte Idee doch mal umgesetzt, verschiedene Kleidungsstücke in Umsonstläden zusammenzusammeln und diese mit Hilfe des billigen Chlorreinigers von Penny mit meinem Schriftzug & Logo zu verzieren. Hat besser geklappt, als ich erhofft hätte! Und im P31 waren bei meinem Gig zwar nicht viele Leute, dafür haben sich – sehr zu meiner Freude – doch sehr viele davon ein Shirt geschnappt.


Umsonstläden liebe ich eh, und die Ausbeute hat ihren eigenen Charme: so sind die Shirts / Tanktops / Croptops / Kleider / Longsleeves ein echtes Unikat! Würde ich das Zeug bestellen, hätte ich nur Shirts im Angebot – wäre megateuer von allerlei Kleidungsarten je Mindestmenge in verschiedenen Größen zu bestellen…auch wenn Größenangaben auf diese Weise schwer zu garantieren sind, gibt’s eine große Auswahl an Einzelstücken 🙂 Und auf diese Weise muss ich Merch nicht entsprechend kapitalistischer Tauschlogik feilbieten: Da ich fast keine Ausgaben hab gebe ich die Shirts gegen Spende raus – drückt mir einfach was in die Pfote, je nachdem, wie viel euch das Wert ist & je nachdem was ihr zahlen könnt. Falls ihr Bock auf ein ph4nt.-Shirt habt, schreibt mich gerne an – könnt mir auch eines euer einfarbigen Kleidungsstücke geben, dann bleich ich das. Oder ihr kommt zu einem Gig & wühlt in der Merchtasche 😉
